E.L.I.S.A (Emotional Logic Interface for Spatial Analysis) ist eine interaktive
Installation von Felix Stollberger. In Hommage an den ersten Chatbot der Geschichte nachempfindet
sie
eine Psychotherapiepraxis der 70er Jahre.
Im Zentrum der Arbeit steht das Spannungsfeld zwischen der analogen Wärme des Raumes und der
eiskalten,
binären Logik eines Algorithmus. Die Erfahrung der Besuchenden baut auf zwei Ebenen auf: Ein erster
Bildschirm, der lediglich durch zwei Knöpfe und einen starren Entscheidungsbaum gesteuert wird, regt
zum
Nachdenken über den eigenen, inneren „Happy Palace“ an.
Zeitgleich wird – basierend auf diesen Antworten – in VVVV eine abstrakte Visualisierung generiert
und
auf einem zweiten Monitor ausgespielt.
Die Installation ist eine Kritik am aktuellen Trend, komplexe psychologische Prozesse an
unzugängliche
KI-Systeme auszulagern. Der erhoffte „Happy Palace“ bleibt am Ende nur ein flimmerndes, kaum
angepasstes
Drahtgittermodell. E.L.I.S.A macht genau jenes Unbehagen fühlbar, das unweigerlich entsteht, wenn
menschliche Empathie durch maschinelle Effizienz ersetzt wird.
Die Besuchenden sind eingeladen, Platz zu nehmen und Teil eines Systems zu werden, das am Ende kaum
echte Individualität zulässt.